[GESCHICHTE] [BOOKING] [FUNDSACHEN]
Wenn es so etwas wie eine Evolution im Nachtleben gibt, dann ist der Morph Club in Bamberg auf jeden Fall ein Teil davon. Denn der Laden verändert sich ständig.

Ende der 90er Jahre hat alles ganz unten angefangen – mit illegalen Partys an wechselnden Locations in Bamberger Kellergewölben. Der Erfolg hat dem Morph Club eine Heimat gegeben. 1999 bekommt er ein festes Dach über dem Kopf.

Mit viel Liebe zum Detail wird er schnell das Schmuckstück im Bamberger Nachtleben. Auch Akustisch: Das Booking geht für eine Stadt mit 70.000 Einwohner ziemlich nach vorne. Downbeat- und Nu-Jazz Acts wie Jazzonova, Mr. Scruff und das Trüby Trio treten hier in den Anfangstagen auf. In den folgenden Jahren mischen sich immer mehr Klangfarben hinzu: Dabei spielen regionale Bands wie die Elektrofrickler von Oh oder die Hiphop- Formation Phyxe genau so eine Rolle, wie internationale Live Acts und DJs, die Bamberg vorher wahrscheinlich nie im Tourplan gehabt hätten.

Der Morph Club etabliert sich zur festen Institution im Nachtleben und bildet einen Fixpunkt im sogenannten Bamberger Bermuda-Dreieck, in dem noch das Programmkino Lichtspiel und der Plattenladen Rex Melodica liegen.

Nach neun Jahren an alter Stelle merkt man dem Club an, dass er schon einiges an Partys hinter sich gebracht hat. Zudem wird der Mietvertrag nicht verlängert. Es wird also mal wieder Zeit für eine Veränderung.

Im Juli 2009  eröffnet der Laden seine neue Heimat in der Luitpoldstrasse. Aus dem Bamberger Bermuda-Dreieck wird eine Achse: Und an deren Spitze liegt  der „Morph“.

Der Club ist jetzt um einiges größer – mit einem abgetrennten Bereich für kleinere Events und einer großzügigen Bühne im Hauptraum, auf der im ersten Jahr schon Größen wie Firewater, NoMeansNo oder Savoy Grand spielten.

Neben den Live- und DJ-Acts hebt sich das Programm des Morph Club aber auch durch Poetry-Slams, Lesungen, Kabaret und Theateraufführungen vom Einheitsbrei der Clublandschaft ab, und macht ihn zu „einem der wichtigsten Clubs im Freistaat“ [Zündfunk, BR2].

Alles bleibt anders.